13.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Schäuble hat ein Herz für verfolgte Christen
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Situation vieler Iraker ist verzweifelt. Bundesinnenminister Schäuble fordert deshalb, dass Deutschland verfolgten Irakern vorübergehend eine Heimat bietet: allerdings nur den Christen.
Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, verfolgte Christen aus dem Irak in Deutschland aufzunehmen. «Die Lage der irakischen Flüchtlinge ist besorgniserregend», schrieb Schäuble in einem Gastbeitrag der «Bild am Sonntag». Tausende suchten «Zuflucht vor Mord, Gewalt und Verfolgung».
Unter ihnen seien viele Menschen christlichen Glaubens. «Wir müssen hier helfen und ihnen in den Europäischen Staaten eine Heimstatt bieten, bis sie in ihre angestammte Heimat zurückkehren können», so Schäuble. «Ich setze mich dafür ein, dass Deutschland einen Beitrag hierfür leisten wird.»
Der Minister erinnerte an die vietnamesischen Bootsflüchtlinge, die Deutschland Ende der siebziger Jahre aufgenommen habe. Schäuble kündigte an, er werde sich in der kommenden Woche mit seinen Kollegen aus den Innenministerien der Länder und aus der Europäischen Union treffen. «Dann werden wir beraten, wie wir als Deutsche und als Europäer verantwortlich in dieser besorgniserregenden Situation der irakischen Flüchtlinge, insbesondere derjenigen christlichen Glaubens unter ihnen, durch eine Aufnahme in Europa helfen können.» (dpa)