06.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Wer wird Kanzlerkandidat, Beck oder Steinmeier?
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zuletzt hatte der SPD-Chef seinen Stellvertreter Steinmeier gelobt und damit neuen Schwung in die Debatte um die Kanzlerkandidatur gebracht. Doch die SPD-Zentrale plant schon mal eine Kampagne für Beck.
Die SPD-Zentrale entwickelt nach «Spiegel»-Informationen derzeit eine Wahlkampfkampagne, die auf Parteichef Kurt Beck zugeschnitten ist. Weiter heißt es in dem Bericht vom Wochenende, dass sich die Sozialdemokraten 2009 auf eine sehr konfrontative Wahlkampagne in scharfer Abgrenzung zur Union vorbereiten. Eine SPD-Sprecherin sagte dazu, es sei «völlig natürlich», dass sich die SPD intern auf die Bundestagswahl 2009 vorbereite, so wie alle übrigen Parteien auch.
Laut «Spiegel» kam am Dienstag eine Gruppe von Spitzenvertretern der SPD in der Berliner Parteizentrale zusammen, um über erste Planungen für den Bundestagswahlkampf zu beraten. Unter anderem sei dabei eine Deutschland-Tour des Kandidaten mit etwa 30 bis 40 Veranstaltungsorten festgelegt worden. Ihr Auftakt soll in Berlin sein.
Linke nicht als «Hauptgegner»Thematisch soll eine «Polarisierung Schwarz-Rot» im Vordergrund stehen, wie das Magazin berichtet. Unter dem Motto «Gute Arbeit - Mindestlohn» wolle die SPD die CDU im Wahlkampf thematisch treiben. Ein Schwerpunkt werde auf «negative campaigning» liegen, also auf dem Schlechtmachen des politischen Gegners. Für die Online-Kampagne ist laut «Spiegel» eine Website «Wir-fuer-Beck.de» reserviert. Eine Website «Wir-fuer-Steinmeier» sei dagegen nicht angelegt worden.
Beck selbst verdeutlichte am Wochenende seine inhaltliche Strategie für den Bundestagswahlkampf. Besonders plane er eine scharfe Auseinandersetzung mit der Linkspartei. Die SPD müsse ringen und kämpfen, um Betriebsräte und Wähler aus der Mitte wieder stärker zurückzugewinnen, sagte er am Wochenende auf dem Parteitag der nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten in Düsseldorf. Die Auseinandersetzung mit der Linkspartei sei nur über Inhalte und die Besinnung auf sozialdemokratische Grundwerte zu bestehen, betonte Beck. Gleichzeitig sagte der SPD-Chef, die Sozialdemokraten ließen sich nicht ständig zu Koalitionsschwüren drängen. «Die Linke ist nicht der Hauptgegner der SPD», sagte er. (AP)