01.04.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Man brauche Stoiber, sagt Seehofer
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Zick-Zack-Kurs von Ministerpräsident Beckstein und Parteichef Huber provoziert prominente Kritik: Dem Parteivize fehlt nicht nur die Zukunftsperspektive, sondern offenbar auch ein altes «politisches Kaliber».
Der stellvertretende CSU-Vorsitzende Horst Seehofer hat Parteichef Erwin Huber und Ministerpräsident Günther Beckstein Perspektivlosigkeit vorgeworfen. «Wir dürfen nicht den Eindruck erwecken, als bestünde der Kern unserer Politik in der Korrektur der Vergangenheit», wird Seehofer in der Zeitung «Die Welt» zitiert. Als Beispiele nannte er Korrekturen beim Rauchverbot und bei der Pendlerpauschale. Bis zur Landtagswahl im Herbst brauche die CSU eine Zukunftsperspektive.
Nach Seehofers Vorstellungen soll sich die CSU-Politik an dem Innovationsprogramm orientieren, das der ehemalige Ministerpräsident Edmund Stoiber in seinen letzten Amtsmonaten angestoßen hat.
«Investitionen in Bildung und Kinder sind ein Megathema», sagte Seehofer. Überhaupt könne seine Partei im Wahlkampf auf Stoiber nicht verzichten. «Ein politisches Kaliber wie Edmund Stoiber werden wir in den nächsten Monaten brauchen. Er hat eine Menge Erfahrung und wird noch manches Bierzelt füllen.»
CSU-Chef Huber sagte der «Süddeutschen Zeitung» zufolge, Stoibers Erfahrung sei «für uns wertvoll und willkommen». Ob der frühere Ministerpräsident nach einmal für den Landtag kandidiere, sei seine persönliche Entscheidung, betonte Huber. (AP)