Neuer Lebensabschnitt:
Stoiber kehrt der bayrischen Politik den Rücken
28.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Stoiber war Ende September 2007 als CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident abgetreten. Nachdem ihm seine Partei im Januar 2007 in Wildbad Kreuth die Gefolgschaft aufgekündigt hatte, hatte er sich noch eine Gnadenfrist von neun Monaten ertrotzt. Nachdem der Jurist 1974 in den bayerischen Landtag einzogen war, hatte sein Weg 30 Jahre lang nur nach oben geführt. Die Talfahrt dauerte nur drei Jahre.
CSU-Chef Franz Josef Strauß berief ihn 1978 zum Generalsekretär. Als «blondes Fallbeil» organisierte er Strauß' Kanzlerkandidatur. Als Innenminister setzte er sich 1993 im Kampf um die Nachfolge des gestürzten Ministerpräsidenten Max Streibl gegen den Parteichef und Bundesfinanzminister Theo Waigel durch. 1999 erbte er auch den Parteivorsitz und gab fortan allein den Ton an. (dpa/AP)

