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Neuer Lebensabschnitt: 

Stoiber kehrt der bayrischen Politik den Rücken

28. Mrz 2008 23:07
Stoiber will nicht mehr kandidieren
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Als «blondes Fallbeil» hat er in den 70er Jahren begonnen, nun will sich Stoiber aus der bayrischen Landespolitik zurückziehen. Er spricht von einem «gewissen Generationswechsel».

Der frühere CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber will bei der bayerischen Landtagswahl in diesem Herbst nicht mehr kandidieren. Der 66-Jährige verkündete seinen Rückzug aus der parlamentarischen Arbeit am Freitag anlässlich einer Sitzung des Vorstandes der CSU Oberbayern in München. Stoiber vertritt die Christsozialen in seinem Heimatstimmkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

«Nach meinem Rücktritt als Ministerpräsident bin ich jetzt in einem neuen Lebensabschnitt», heißt es in der Begründung Stoibers, die dem «Münchner Merkur» vorlag. Richtig erscheine ihm jetzt «ein gewisser Generationswechsel, der auch in meinem bisherigen Stimmkreis vollzogen werden sollte». Stoiber kündigte dem Blatt zufolge an, er werde seiner Partei als Ehrenvorsitzender «immer mit Rat und Unterstützung zur Seite stehen, wenn es gewünscht wird».

Stoiber war Ende September 2007 als CSU-Vorsitzender und Ministerpräsident abgetreten. Nachdem ihm seine Partei im Januar 2007 in Wildbad Kreuth die Gefolgschaft aufgekündigt hatte, hatte er sich noch eine Gnadenfrist von neun Monaten ertrotzt. Nachdem der Jurist 1974 in den bayerischen Landtag einzogen war, hatte sein Weg 30 Jahre lang nur nach oben geführt. Die Talfahrt dauerte nur drei Jahre.

CSU-Chef Franz Josef Strauß berief ihn 1978 zum Generalsekretär. Als «blondes Fallbeil» organisierte er Strauß' Kanzlerkandidatur. Als Innenminister setzte er sich 1993 im Kampf um die Nachfolge des gestürzten Ministerpräsidenten Max Streibl gegen den Parteichef und Bundesfinanzminister Theo Waigel durch. 1999 erbte er auch den Parteivorsitz und gab fortan allein den Ton an. (dpa/AP)

 
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