Nach Vorstoß des CSU-Chefs:
Regierung bleibt bei Pendlerpauschale hart
25.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Steg stellte dagegen klar, dass es auch bei möglichen Konsequenzen aus dem Urteil bei den von der Großen Koalition vereinbarten Einsparungen im Bundeshaushalt von jährlich 2,5 Milliarden Euro bleiben werde. «Dieses Einsparziel kann nicht aufgegeben werden.» Dies gelte auch bei Neuregelungen. Das Finanzministerium hatte mehrfach angedeutet, dass am Ende die Regelung völlig ausgesetzt werden oder eine Reduzierung für alle kommen könnte, falls Karlsruhe einen Verstoß gegen die Verfassung sehen und die jetzige Vorgabe kippen sollte.
«In dieser Debatte ist es notwendig, jetzt auch die Geduld aufzubringen, bis Karlsruhe ein endgültiges Urteil gesprochen haben wird», so Steg. Er verwies darauf, dass es das ehrgeizige Ziel der Koalition sei, bis spätestens 2011 einen ausgeglichenen Haushalt ohne neue Schulden vorzulegen.
Berlin hatte die Pendlerpauschale Anfang 2007 abgeschafft und stattdessen eine Härtefallregel für Fernpendler eingeführt. Danach sind bei Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsplatz nur noch vom 21. Entfernungskilometer an jeweils 30 Cent steuerlich absetzbar. Der Bundesfinanzhof hält diese Neuregelung für verfassungswidrig. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird 2008 erwartet. (nz/dpa)

