Ackermann ist mit seinem Ruf nach dem Staat inzwischen aber nicht mehr alleine. Führende britische Banker hoffen auf stärkere staatliche Unterstützung bei der Bewältigung der Finanzmarktkrise. Wie der Sender BBC am Donnerstag berichtete, wollten Chefs mehrerer Großbanken ihre Position bei einem am selben Tag geplanten Treffen mit dem Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, deutlich machen.Dabei geht es dem Vernehmen nach neben Möglichkeiten zur stärkeren Absicherung von Krediten auch um Maßnahmen gegen die Verbreitung geschäftsschädigender Gerüchte im Finanzsektor. Das Treffen wurde vereinbart, nachdem die staatliche britische Finanzaufsichtsbehörde FSA am Mittwoch eine Untersuchung wegen der Verbreitung von falschen Angaben über angebliche Liquiditätsprobleme bei Großbritanniens größter Hypothekenbank HBOS eingeleitet hatte.
Die Aktien von HBOS waren durch die Gerüchte am Londoner Finanzhandelsplatz um bis zu 17 Prozent gefallen, ehe sie sich wieder leicht erholten. Die FSA sah sich gezwungen zu erklären, dass Hinweise auf Probleme bei HBOS jeder Grundlage entbehrten. Zugleich drohte die FSA Händlern, die falsche Informationen in Umlauf bringen, mit Strafverfolgung. (NZ/dpa)