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Wegen Ruf nach dem Staat: 

Lafontaine lädt Ackermann in Linkspartei ein

20. Mrz 2008 09:32
Immer für Populismus gut: Linke-Chef Lafontaine
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Für seinen Ruf nach dem Staat erhält Deutsche-Bank-Chef Ackermann nun auch noch Post von Oskar Lafontaine. Der Linke-Chef will Ackermann in seine Partei holen. Doch auch andere Banker fordern inzwischen staatliche Interventionen.

Linke-Parteichef Oskar Lafontaine hat dem Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, die Mitgliedschaft in seiner Partei angeboten. «Ich werde Herrn Ackermann einen Aufnahmeantrag für die Linkspartei schicken», sagte Lafontaine der Saarbrücker Zeitung mit Blick auf die Forderung des Bank-Managers nach staatlicher Hilfe bei der Bewältigung der aktuellen Finanzkrise.

«An der Finanzkrise sieht man, wie sehr die Banken den Karren bereits in den Dreck gefahren haben, dass sie jetzt nach dem Staat rufen», sagte Lafontaine der Zeitung zufolge. Der Linke-Parteichef forderte als Antwort auf die aktuelle Finanzkrise ein weltweites Regelwerk mit festen Wechselkursen und Kapitalverkehrskontrollen, um die Spekulation einzudämmen. Aus dem selben Grund benötige man eine Steuer auf internationale Devisengeschäfte, wie sie von dem Nobelpreisträger für Wirtschaft, James Tobin, vorgeschlagen worden sei.

Britische Banker fordern neue Regeln

Ackermann ist mit seinem Ruf nach dem Staat inzwischen aber nicht mehr alleine. Führende britische Banker hoffen auf stärkere staatliche Unterstützung bei der Bewältigung der Finanzmarktkrise. Wie der Sender BBC am Donnerstag berichtete, wollten Chefs mehrerer Großbanken ihre Position bei einem am selben Tag geplanten Treffen mit dem Gouverneur der Bank of England, Mervyn King, deutlich machen.

Dabei geht es dem Vernehmen nach neben Möglichkeiten zur stärkeren Absicherung von Krediten auch um Maßnahmen gegen die Verbreitung geschäftsschädigender Gerüchte im Finanzsektor. Das Treffen wurde vereinbart, nachdem die staatliche britische Finanzaufsichtsbehörde FSA am Mittwoch eine Untersuchung wegen der Verbreitung von falschen Angaben über angebliche Liquiditätsprobleme bei Großbritanniens größter Hypothekenbank HBOS eingeleitet hatte.

Die Aktien von HBOS waren durch die Gerüchte am Londoner Finanzhandelsplatz um bis zu 17 Prozent gefallen, ehe sie sich wieder leicht erholten. Die FSA sah sich gezwungen zu erklären, dass Hinweise auf Probleme bei HBOS jeder Grundlage entbehrten. Zugleich drohte die FSA Händlern, die falsche Informationen in Umlauf bringen, mit Strafverfolgung. (NZ/dpa)

 
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