10.03.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Fingerabdrücke von Terror-Verdächtigen sollen in die USA geschickt werden
Foto: Jan-Peter Kasper dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Deutsche und US-Behörden sammeln fleißig Daten, Fingerabdrücke und DNS-Profile von Terror-Verdächtigen. Ihre Erkenntnisse wollen sie laut einem geplanten Abkommen bald austauschen.
Deutschland und die USA wollen Kriminalität und Terrorismus mit einem engeren Datenaustausch bekämpfen. Ein entsprechendes Abkommen wollen beide Seiten an diesem Dienstag in Berlin unterzeichnen. Zur Paraphierung des Abkommens treffen Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) und Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) mit ihren amerikanischen Amtskollegen Michael Chertoff und Michael Bernard Mukasey zusammen.
Beide Staaten wollen sich nach Informationen des «Tagesspiegels» Erkenntnisse aus ihren sogenannten Gefährderdateien zum Terrorismus übermitteln. Zur Strafverfolgung sollten zudem DNS-Daten und Fingerabdrücke ausgetauscht werden. In der Präambel des Abkommens werde angeregt, dass auch die anderen 26 Staaten der EU sich dem Regelwerk anschließen. Offiziell wurden Inhalte in Berlin am Montag nicht bestätigt. (dpa)