26.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Demonstrantinnen rauchten für den Protest
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Das Nichtraucherschutzgesetz vernichte die ländliche Gastronomie, meint der Präsident des niedersächsischen Hotel-und Gaststättenverbandes. Seiner Ansicht schlossen sich tausende Gastwirte an.
Mehr als 2000 Gastwirte haben am Dienstag in Hannover gegen das niedersächsische Nichtraucherschutzgesetz demonstriert. «Stoppt das Kneipensterben», forderten sie auf Spruchbändern. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) hatte zu der Protestaktion aufgerufen.
«Ein Gesetz zur Vernichtung der ländlichen Gastronomie» sei das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher, sagte der Präsident des Dehoga-Niedersachsen, Hermann Kröger. «Wir sind für konsequenten Nichtraucherschutz, in Einraumkneipen und geschlossenen Gesellschaften müssen die Regelungen aber gelockert werden.»
Mehr Wahlfreiheit gefordertDie Gastwirte fordern für die etwa 2000 Einraumkneipen in Niedersachsen die Wahlfreiheit. Jeder Wirt solle selbst entscheiden können, ob er seine Gaststätte als Raucher- oder Nichtraucherkneipe ausweist. Zudem soll auch das Rauchen bei geschlossenen Gesellschaften möglich sein.
Laut einer vom Dehoga in Auftrag gegebenen Studie meldeten 40 Prozent der niedersächsischen Gaststätten seit Einführung des Rauchverbotes einen Umsatzrückgang von mehr als 10 Prozent. In Niedersachsen ist das Rauchen in Gaststätten seit November 2007 nur in abgetrennten Räumen erlaubt. (dpa)