26.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
SPD-Vize-Fraktionschef Walter sendet widersprüchliche Signale
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«Falsch und ausgesprochen gefährlich» wäre es, wenn sich Hessens SPD-Vorsitzende Ypsilanti von den Linken wählen lassen würde, glaubt Vize-Fraktionschef Walter. Dennoch will er sich loyal verhalten.
Hessens SPD-Vize-Fraktionschef Jürgen Walter hat klargestellt, dass er persönlich gegen eine Tolerierung einer Rot-Grünen Regierung durch die Linkspartei ist. Im ZDF-Morgenmagazin sagte er, dass er eine Wahl von Ypsilanti zur Ministerpräsidentin mit den Stimmen der Linkspartei für «falsch und ausgesprochen gefährlich» halte.
Trotz dieser Einstellung würde auch er bei einem solchen Vorgehen für Ypsilanti stimmen, für den Fall, dass sich Hessens SPD dafür entscheidet. «Wenn der Landesparteitag beschließt, dass Andrea Ypsilanti antreten soll, dann wird die Landtagsfraktion Andrea Ypsilanti natürlich voll umfänglich unterstützen. Und jeder Abgeordnete der SPD wird Frau Ypsilanti auch wählen.» Alle Abgeordneten stünden «natürlich, selbstverständlich geschlossen hinter Frau Ypsilanti».
Walters favorisierte Koalition für Hessen ist aber eine Ampelkoalition aus SPD, FDP und Grünen. Diese Haltung teilt er mit seiner Vorsitzenden Ypsilanti. Walter sagte im ZDF, dass die SPD in dieser Woche noch einmal einen Anlauf unternehmen und mit den anderen Parteien über eine Regierungsbildung sprechen werde. Er forderte insbesondere von der FDP Bewegung. «Es ist nun an der der FDP, sich mit uns an einen Tisch zu setzen.» Die SPD-Landtagsfraktion in Wiesbaden will an diesem Dienstag über das weitere Vorgehen beraten. (nz/dpa)