Brandkatastrophe von Ludwigshafen:
Unklarheit über Aussagen zu Brandstiftern
22.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Dagegen zitierte der private Radiosender Regenbogen am Abend den Vater eines der beiden Mädchen mit den Worten: «Die Aussage wurde nicht zurückgezogen.» Der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, wollte den Bericht über eine Rücknahme der Aussage nicht bestätigen. Er sagte lediglich, ein Psychologe solle die Zeugenaussagen erst noch bewerten. Die Polizei erklärte am Abend, sie könne zu den Aussagen keine Auskünfte geben.
Die acht und neun Jahre alten Mädchen hatten ursprünglich ausgesagt, dass sie kurz vor Ausbruch des Brandes einen Mann beim Zündeln im Haus beobachtet hätten. Ihre Aussage war der einzige konkrete Hinweis auf eine mögliche Brandstiftung.
Außer den Mädchen gibt es Liebig zufolge keine weiteren Zeugen, die unmittelbar eine Brandstiftung beobachtet haben wollten. Die Vernehmungen von mehr als 100 Zeugen stehe kurz vor dem Abschluss. Die Ursache des Feuers ist nach wie vor unklar. Bei der Brandkatastrophe Anfang Februar waren neun Menschen ums Leben gekommen. (dpa)

