Brandkatastrophe von Ludwigshafen: 

netzeitung.deUnklarheit über Aussagen zu Brandstiftern

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Bei dem Feuer kamen neun Menschen ums Leben (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bei dem Feuer kamen neun Menschen ums Leben
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die Ursache des Brandes in einem Wohnhaus in Ludwigshafen ist nach wie vor nicht geklärt. Zwei türkische Mädchen, die Brandstifter am Werk gesehen haben wollten, haben einem Bericht zufolge ihre Aussagen zurückgenommen.

Zwei türkische Mädchen, die bei der Brandkatastrophe in Ludwigshafen einen Brandstifter beobachtet haben wollen, haben dem Südwestrundfunk (SWR) zufolge ihre Aussage zurückgezogen. Bereits vor einer Woche habe sich eines der Mädchen von der ursprünglichen Schilderung distanziert, sagten Ermittler am Freitag dem Sender in Mainz.

In dieser Woche habe auch die zweite Zeugin ihre Aussage revidiert. Brandsachverständige wollen dem Leitenden Oberstaatsanwalt Lothar Liebig zufolge Mitte nächster Woche ein Gutachten vorlegen.

Dagegen zitierte der private Radiosender Regenbogen am Abend den Vater eines der beiden Mädchen mit den Worten: «Die Aussage wurde nicht zurückgezogen.» Der Leiter der Staatsanwaltschaft Frankenthal, Lothar Liebig, wollte den Bericht über eine Rücknahme der Aussage nicht bestätigen. Er sagte lediglich, ein Psychologe solle die Zeugenaussagen erst noch bewerten. Die Polizei erklärte am Abend, sie könne zu den Aussagen keine Auskünfte geben.

Die acht und neun Jahre alten Mädchen hatten ursprünglich ausgesagt, dass sie kurz vor Ausbruch des Brandes einen Mann beim Zündeln im Haus beobachtet hätten. Ihre Aussage war der einzige konkrete Hinweis auf eine mögliche Brandstiftung.

Außer den Mädchen gibt es Liebig zufolge keine weiteren Zeugen, die unmittelbar eine Brandstiftung beobachtet haben wollten. Die Vernehmungen von mehr als 100 Zeugen stehe kurz vor dem Abschluss. Die Ursache des Feuers ist nach wie vor unklar. Bei der Brandkatastrophe Anfang Februar waren neun Menschen ums Leben gekommen. (dpa)