19. Feb 2008 22:31
Die Bundesregierung will den Einsatz von Bio-Sprit in den nächsten Jahren deutlich ausweiten. Kirchliche Hilfsorganisationen warnen, dass das die Nahrungsmittelversorgung in Entwicklungsländern gefährde.
Die Bundesregierung will den Einsatz von Bio-Sprit bis 2015 auf zehn Prozent ausweiten. Danuta Sacher von «Brot für die Welt» kritisierte die geplante Ausweitung als doppelt kontraproduktiv: «Sie dient nicht dem Klimaschutz, aber verschärft den Hunger in der Welt.» Mit dem Boom der Energiepflanzen zeichne sich eine Verschärfung der Konflikte um Land und Wasser ab. Wilfried Steen (EED) forderte einen Wandel des Lebensstils für den Klimaschutz. Es gelte in erster Linie, Verkehr zu vermeiden und die Energie-Effienz zu steigern. Der Bio-Sprit-Boom schaffe Konflikte in Ländern wie Brasilien, Indonesien oder Malaysia, sagte Bernd Bornhorst von Misereor. Die Bundesregierung müsse nachhaltige ökologische und soziale Kriterien für Agro-Treibstoffe entwickeln. Die aktuellen Entwürfe seien noch unausgereift. (epd)