Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Die Arbeitsniederlegungen sollen auch in den nächsten Tagen weitergehen. Am 25. Februar kommen die Tarifpartner wieder zu Verhandlungen zusammen. Bei den bisherigen drei Runden gab es keine Annäherung. Die Gewerkschaften verlangen für 1,3 Millionen Tarifangestellte von Bund und Kommunen acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber haben bislang für zwei Jahre und verteilt auf drei Schritte fünf Prozent bei gleichzeitiger Verlängerung der Arbeitszeit angeboten. Der Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Konrad Freiberg, sagte im RBB-Inforadio, er vermisse die Bereitschaft der Arbeitgeber, ein tragfähiges Angebot vorzulegen. Die bisherigen Vorschläge könne man «nur als unverschämt» bezeichnen. «Die ominösen fünf Prozent sind nämlich 2,5 Prozent in diesem und 0,4 im nächsten Jahr. Plus Arbeitszeitverlängerung. Das ist eine Minusrunde.» Es werde bei Planungen der Gewerkschaft «natürlich damit kalkuliert, dass die Gespräche abgebrochen werden müssen beziehungsweise scheitern». Darauf werde man mit Streiks reagieren, sagte Freiberg. (dpa-afxi)