Öffentlicher Dienst:
Verdi plant Warnstreik in Krankenhäusern
13.02.2008
Herausgeber: netzeitung.de
Dadurch werde es zu Verzögerungen und Einschränkungen in den betroffenen Einrichtungen kommen. «Aber niemand muss um sein leibliches Wohl fürchten», betonte der Verdi-Sprecher. Auch in Niedersachsen und Bremen rief die Gewerkschaft die Beschäftigten von Krankenhäusern zu Warnstreiks auf. In Hessen sollen hauptsächlich Krankenhäuser der Allgemeinversorgung betroffen sein, wie Verdi-Landesbezirksleiter Jürgen Bothner erklärte.
In Hamburg sind laut Verdi zunächst nur kleinere Aktionen geplant. Unter anderem sollen sich Zoll-Mitarbeiter an einer Aktion beteiligen. Rund 1000 Teilnehmer werden auch bei einer Demonstration von Krankenhaus-Mitarbeitern erwartet. Sie haben in Hamburg allerdings einen eigenen Arbeitgeberverband, der jedoch an den öffentlichen Dienst angelehnt ist.
In Bayern sind am Donnerstag Warnstreiks in 35 Betrieben und Einrichtungen geplant, kündigte Verdi-Sprecher Hans Sterr an. Etwa 3000 Beschäftigte würden in den Ausstand treten. Es werde Schwerpunkte geben, diese sollten aber erst am Abend bekannt gegeben werden, sagte er.
Verdi hatte am Dienstag Warnstreiks zwischen dem 14. und 22. Februar angekündigt, nachdem die dritte Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt worden war. Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Lohn, die kommunalen Arbeitgeber wollen einen Aufschlag von fünf Prozent bei Aufstockung der Arbeitszeit im Westen auf 40 Wochenstunden gewähren.
An den Warnstreiks beteiligen sollen sich mehrere 10.000 Mitarbeiter in Krankenhäusern, Kindertagesstätten, der allgemeinen Verwaltung, Sparkassen sowie Ver- und Entsorgungsbetrieben. Im Nahverkehr und in den Kitas sollen die Warnstreiks vorher angekündigt werden. (AP)

