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Hinweise auf vier Deutsche in Terrorcamps

10. Feb 2008 12:23
Vielleicht werden in Terrorcamps auch Deutsche ausgebildet
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Islamistische Terrororganisationen bereiten nach einem Medienbericht Anschläge in Deutschland vor. Möglicherweise werden vier Deutsche im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan ausgebildet.

In Terrorlagern im Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan werden derzeit möglicherweise mindestens vier deutsche Islamisten für Anschläge in der Bundesrepublik ausgebildet. Das befürchten deutsche Sicherheitsbehörden, berichtet das Nachrichtenmagazin «Der Spiegel».

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Nach Erkenntnissen des Bundeskriminalamts seien Ende vergangenen Jahres ein zum Islam übergetretener 20-Jähriger und ein 23-jähriger staatenloser Libanese nach Pakistan gereist. Die aus dem Saarland stammenden Männer würden als Anhänger der Islamischen Dschihad-Union gelten, die im Herbst in Deutschland einen Anschlag geplant hatte. Das Bundeskriminalamt wollte sich dazu am Wochenende nicht äußern.

Ein 25-jähriger Deutscher aus Hessen ist nach dem Bericht ebenfalls verschwunden, nachdem er seiner Familie in einem Abschiedsbrief angekündigt habe, sich dem bewaffneten Dschihad (Heiliger Krieg) anzuschließen. Vermisst werde zudem ein 28-jähriger Mann aus Bayern, der seine Wohnung aufgelöst habe und dessen Spur sich an der pakistanischen Grenze verliere.

«Die Gefahr ist noch höher»

Die Sicherheitsbehörden hatten am Freitag davor gewarnt, dass das Terrornetz Al Qaeda verstärkt Anschläge in Deutschland plant. Konkrete Anhaltspunkte für einen bestimmten Anschlagplan wie im vergangenen Jahr gebe es aber nicht. Im September waren drei Terrorverdächtige im Sauerland festgenommen worden, die verheerende Anschläge geplant haben sollen. Innenstaatssekretär August Hanning warnte, die Führer im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet hätten entschieden, auch in der Bundesrepublik Anschläge zu verüben. «Die Gefahr ist eher noch höher als im vergangenen Sommer», sagte er laut «Spiegel». Die Sicherheitsbehörden versuchten deshalb, die Rückkehr der Islamisten nach Deutschland zu verhindern.

Ein im November in der Türkei festgenommener mutmaßlicher Terrorhelfer will dem «Spiegel» zufolge seine Auslieferung nach Deutschland verhindern. Der 22-jährige Deutsche Attila S. habe die türkische Staatsbürgerschaft beantragt, da die türkische Regierung eigene Staatsangehörige nicht ausliefert. Die Bundesanwaltschaft verdächtigt S., die im Sauerland aufgeflogene Islamistenzelle unterstützt zu haben.

Die Gewerkschaft der Polizei warf der Politik angesichts der neuen Warnungen eine Vernachlässigung von Sicherheitsinteressen vor. Wer jetzt nicht handele und die Sicherheitslücken beseitige, «der trägt die Verantwortung für mögliche Anschläge», sagte der Gewerkschaftsvorsitzende Konrad Freiberg der «Neuen Presse» in Hannover. (dpa)

 
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