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US-General bekräftigt Truppenforderung an Berlin

02. Feb 2008 00:14
US-Generalstabs-Chef Michael Mullen
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Die Weigerung Deutschlands, mehr Soldaten nach Afghanistan zu schicken, kommt in den USA offenbar nicht deutlich genug an. Zumindest bei den Militärs hält man an der Truppenanforderung unbeirrt fest.

Trotz der Weigerung Berlins, Soldaten zu Kampfeinsätzen im Süden Afghanistans zu entsenden, beharren die USA auf einem größeren Engagement der Nato-Partner und Deutschlands. «Wir würden gerne sehen, dass so viele Hindernisse wie möglich aus dem Weg geräumt werden, um diese Mission fortzuführen», sagte US- Generalstabschef Michael Mullen am Freitag in Washington. «Wir brauchen die Unterstützung anderer Länder, das schließt Deutschland ein.» Mullen wollte die Absage der Bundesregierung aber nicht eingehend kommentieren. Das müsse auf Ebene der Verteidigungsminister besprochen werden, sagte der Generalstabschef.

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  • Pentagonchef Robert Gates hatte in einem Brief an alle Nato- Mitglieder verlangt, die Truppenkontingente um 3200 Soldaten im besonders umkämpften Süden aufzustocken. Das Schreiben basiere «auf dem großen Wunsch (der USA), unsere Verbündeten bei der Bereitstellung von Truppen einzubinden, die wir brauchen, um Fortschritte in Afghanistan zu erzielen», sagte Mullen. Jedes Land müsse dabei seine jeweiligen Möglichkeiten überprüfen. Die USA hätten ihre Haltung deutlich gemacht, indem sie die Entsendung von 3200 zusätzlichen Marineinfanteristen beschlossen haben.

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und führende Regierungspolitiker hatten am Freitag eine Bitte der USA strikt zurückgewiesen, Soldaten für Kampfeinsätze im gefährlichen Süden Afghanistans zur Verfügung zu stellen. Merkel habe wiederholt deutlich gemacht, dass das geltende Bundestagsmandat für den Einsatz der Soldaten «nicht zur Diskussion steht», erklärte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin. Dies sei «feste Haltung» der Bundesregierung.

    Gates hatte in dem Brief ausdrücklich an Deutschland appelliert, ein neues Bundestags-Mandat in Erwägung zu ziehen. Nach dem geltenden Mandat kann die Bundeswehr mit bis zu 3500 Soldaten nur im relativ ruhigen Norden des Landes eingesetzt werden - im Süden ist allenfalls «Nothilfe» für Verbündete möglich. (dpa)

     
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