Greenpeace stützte sich bei seiner Studie nach eigenen Angaben auf Auskünfte deutscher Lebensmittelkontroll-Labore. «Von den etwa 1350 bislang weltweit in der Landwirtschaft eingesetzten Pestizidwirkstoffen können bestenfalls rund 600 Wirkstoffe nachgewiesen werden», kritisierte Chemie-Experte Manfred Krautter am Donnerstag in Hamburg. Mit anderen Worten, 750 Pestizide können eingesetzt werden, ohne dass in Deutschland entdeckt würde, dass sie eingesetzt wurden. Die Labore der meisten deutschen Bundesländer könnten sogar weniger als 400 Wirkstoffe erkennen, fügte Krautter an.Für die Erhebung glichen die Greenpeace-Experten nach eigenen Angaben mit Hilfe einer Datenbank die weltweit eingesetzten Pestizide mit den Möglichkeiten der Labordiagnostik ab. Die Umweltschützer kommen zu dem Schluss, dass weit mehr Spritzmittel im Essen stecken könnten als bisher angenommen. «Greenpeace fordert daher einen Einsatz- und Zulassungsstopp für solche für die Überwachung praktisch unsichtbaren Gifte.»