Auch eine Gefahr von wirtschaftlichen Nachteilen durch massenhafte Abwanderung von Hochqualifizierten sieht Schupp nicht: «Einen nennenswerten, dauerhaften brain drain können wir nicht feststellen». Arbeitslosigkeit spiele keine eigenständige Rolle bei der Entscheidung für die Auswanderung. Vielmehr erwögen vor allem Selbständige einen solchen Schritt. Frühere Auslandsaufenthalte und Kontakte zu Freunden und Verwandten im Ausland spielten eine zentrale Rolle.Das Institut versuchte auch, das in Fernseh-Dokus vermittelte Bild gerade zu rücken, ferne Länder wie Südafrika, Australien und Kanada seien die beliebtesten Ziele. Die wichtigste Zielregion sei mit großem Abstand Europa. «Und von klassischer Auswanderung kann man bei einem Europa ohne Grenzen ja eigentlich ohnehin nicht mehr sprechen», erklärte Schupp. (AP)