Keine Chance für Rot-Grün in Niedersachsen27. Jan 2008 18:03, ergänzt 22:40  |  Christian Wulff gab sich im Wahllokal siegesgewiss | Foto: AP |
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Christian Wulff geht als Sieger aus der Landtagswahl in Niedersachsen hervor. Seine CDU verlor zwar gegenüber der letzten Wahl, doch die SPD erzielte ihr schlechtestes Ergebnis überhaupt.
Die CDU hat die Landtagswahl in Niedersachsen klar für sich entschieden. Die Partei von Ministerpräsident Christian Wulff verlor zwar am Sonntag Stimmen, wird aber die Koalition mit der FDP fortsetzen können. Die CDU erzielte nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 42,5 Prozent (2003: 48,3) der Stimmen, teilte der Landeswahlleiter in Hannover mit. Die SPD erhielt 30,3 Prozent (33,4), drittstärkste Partei wurde die FDP mit 8,2 Prozent (8,1). Die Grünen kamen auf 8,0 Prozent (7,6). Die Linke zog mit 7,1 Prozent erstmals in den Landtag ein.
CDU und FDP könnten demnach ihre Regierungskoalition fortsetzen. Wulff zeigte sich zufrieden: «Wir können mit unseren Freunden von der FDP dieses Land weiter regieren». SPD-Herausforderer Wolfgang Jüttner gestand ein: «Das Wahlziel haben wir verfehlt». Er verwies auf die eine Million SPD-Wähler im Land: «Wir werden das Vertrauen der Wähler rechtfertigen durch unsere Arbeit im niedersächsischen Landtag.» Er sei nach wie vor der Überzeugung, dass wir die richtigen Themen gesetzt haben.
SPD-Landeschef Garrelt Duin räumte angesichts der Stimmenverluste ein, dass im Wahlkampf in Hessen eine Polarisierung wie in Hessen «nicht so stattgefunden» wie in Hessen. Der niedersächsische FDP-Minister Walter Hirche sah in dem Ergebnis «eine Bestätigung der Regierungsposition». Die Verantwortung für den Einzug der Linkspartei ins Landesparlament wies er der SPD und Grünen zu. «Die SPD und die Grünen haben die Linke gefüttert».
Niedrige Wahlbeteiligung Grünen-Chef Reinhard Bütikofer sprach trotz der Oppositionsrolle seiner Partei von einem guten Ergebnis. «Wir können damit sehr zufrieden sein».
Die Wahlbeteiligung in Niedersachsen lag deutlich unter der der letzten Landtagswahl vor fünf Jahren. Wie der Landeswahlleiter in Hannover mitteilte, hatten bis 16.30 Uhr landesweit 49,51 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Bei der Niedersachsenwahl 2003 habe die Wahlbeteiligung zum gleichen Zeitpunkt noch bei 60,0 Prozent gelegen. (nz/AP/dpa)
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