Die zweite Reihe der Sozialdemokraten gab sich dagegen weniger sanft. Der SPD-Konservative Johannes Kahrs grätzte, Clement habe besser schweigen sollen. SPD-Umweltexperte Hermann Scheer befürwortete einen Parteiausschluss. SPD-Fraktionschef Peter Struck hielt Clement wegen seiner Einlassungen für «unanständig». Fachleute wie der Augsburger Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider sehen in keiner der beiden Strategien eine Lösung. «Beide Verhaltensweisen führen dazu, dass das Thema weiter Gesprächsstoff bleibt», sagte Brettschneider der Netzeitung. Helfen können nur das «Agenda-Cutting», der scharfe Schnitt, der Clements Attacke aus der Medienöffentlichkeit heraus hält.
Eine ausgesprochene Rücktrittsforderung dagegen sei «ziemlich verheerend» für das Image einer Partei, so der Politikbeobachter. «Der Eindruck, dass man in einer Partei lebendig diskutieren kann, erhält zumindest Kratzer.» Doch was trieb Clement eigentlich an, als er am Wochenende die Botschaft platzierte, die Energiepolitik seiner Parteigenossin Ypsilanti sei schlecht?