CDU und SPD sehen sich durch TV-Duell gestärkt21. Jan 2008 09:25  |  Nach dem hessischen TV-Duell sehen sich beide Seiten als Sieger | Foto: dpa |
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Nach dem Fernsehduell im hessischen Landtagswahlkampf haben sich beide Parteien zum Sieger erklärt. Unterdessen schaltete sich Altbundeskanzler Kohl in die Auseinandersetzung ein.
Nach dem Fernsehduell im hessischen Landtagswahlkampf zwischen Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti sehen sich beide Parteien jeweils als Sieger. Ypsilanti habe das Duell «klar für sich entschieden», urteilte SPD-Generalsekretär Hubertus Heil am Sonntag in Berlin. «Sie ist sachlich, souverän, sie hat kompetent argumentiert, so wie man es von einer künftigen Ministerpräsidentin erwarten kann. Und sie hat die besseren Argumente.»
Fast wortgleich erklärte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla in Berlin: «Ministerpräsident Roland Koch hat überzeugend mit Klarheit und Kompetenz gepunktet und das TV-Duell eindeutig für sich entschieden.» Ypsilanti habe «erfolglos versucht, sich mit Unverbindlichkeit durchzuwinden». Koch und Ypsilanti hatten sich am Sonntag in ihrem einzigen Fernsehduell einen weitgehend sachorientierten Schlagabtausch geliefert und ihre Positionen auf Feldern wie der inneren Sicherheit und der Bildungspolitik dargelegt.
Kohl stützt Koch Unterdessen hat sich der ehemalige Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) in der Debatte um Jugendkriminalität ausdrücklich hinter den hessischen Ministerpräsidenten Koch gestellt. Der «Bild»- Zeitung sagte Kohl, Koch zeige in der Debatte «Mut und Stehvermögen. Er gehört zu den Menschen, die dem Zeitgeist nicht hinterherlaufen. Er traut sich, für seine Überzeugungen einzustehen. Davor habe ich Respekt.» Die «zunehmende Ausländerkriminalität» lasse sich «nicht eindämmen, indem man sie tabuisiert», sagte Kohl. «Wenn wir das tun, nehmen sich die Rechtsradikalen der Sache an. Das darf keinesfalls geschehen.»
Kohl traut der SPD in Hessen zu, auch entgegen der Aussagen vor der Wahl mit den Linken zusammen zu gehen. «Ich denke, die hessischen Sozialdemokraten werden das von der konkreten Situation nach Schließung der Wahllokale abhängig machen. Wenn eine Koalition mit den Linken für sie nützlich ist, werden sie das ohne Skrupel tun.» Der Berliner Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit habe der SPD das ja vorgemacht. (dpa)
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