15. Jan 2008 13:53
Obwohl seine Amtszeit erst im kommenden Jahr endet, sprechen sich schon jetzt viele Unionspolitiker dafür aus, dass Köhler Bundespräsident bleibt. Auch aus der FDP und der SPD kommen wohlwollende Töne.
Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte, sie arbeite «sehr gern» mit Köhler zusammen. Die Wahl eines neuen Staatsoberhauptes steht am 23. Mai 2009 an. Köhler selbst hatte stets betont, sich etwa ein Jahr vorher, also im Frühsommer dieses Jahres, öffentlich zu äußern, ob er für eine zweite Amtszeit zur Verfügung stehe. Merkel sagte dazu: «Ich finde, das sollte man respektieren.» Damit sei auch der Zeitrahmen gesetzt, in dem sich die Parteien erklären sollten. Bis dahin solle es keine öffentliche Diskussion darüber mehr geben, meinte Merkel.Offener äußerte sich jedoch der hessische Ministerpräsident Roland Koch. «Horst Köhler ist ein Bundespräsident aller Deutschen. Er gibt Politik und Gesellschaft wichtige Denkanstöße, erfreut sich großer Beliebtheit in Deutschland und hohen Ansehens in aller Welt», sagte er der «Bild»-Zeitung. Der stellvertretende CDU-Vorsitzende fügte hinzu: «Ich fände es prima, wenn er sich erneut zur Wahl stellen würde.»