10. Jan 2008 12:22
Bayerns Ministerpräsident Beckstein nennt Bedingungen für eine Einführung des Gesundheitsfonds in nächsten Jahr. Experten rechnen derweil mit Beitragserhöhungen der Krankenkassen – auch ohne den Fonds.
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) habe Beckstein zufolge noch viel zu tun, dass die Voraussetzungen geschaffen werden. Sollte das nicht gelingen, dann dürfe der Gesundheitsfonds auch nicht kommen. Der bayrische Ministerpräsident nannte als Bedingung für den Start des Fonds unter anderem, dass die Länder, die künftig keinen Einfluss mehr auf das Wirtschaften der Krankenkassen nehmen können, auch nicht weiter für die Versorgungsleistungen der Kassen haftbar sein dürfen. «Nach den bisherigen Vorstellungen der Bundesgesundheitsministerin sollen die Länder aber noch die nächsten 30 Jahre haftbar bleiben», bemängelte er. «Das ist indiskutabel und entspricht nicht der Gesetzeslage.» Zudem müsse die Höhe des Beitragssatzes noch geklärt werden.
Der Bund legt zum 1. November mit Blick auf den Gesundheitsfonds den Beitragssatz für alle Kassen erstmals einheitlich fest. Aktuell liegt der Satz im Schnitt bei 14,8 Prozent. Einige Kassen halten es für realistisch, dass der Bund einen Beitragssatz, den sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen, von bis zu 15,5 Prozent festsetzen könnte.