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Bütikofer will «schwarze Kurfürsten kegeln»

08. Jan 2008 15:58, ergänzt 20:51
Bütikofer poltert im Wahlkampf gegen die CDU
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Die Grünen gehen in den Landtagswahlkämpfen klar auf Konfrontationskurs zur CDU. Der Parteichef will «den Politikwechsel durchsetzen» und erteilt schwarz-grünen Gedankenspielen eine Absage.

Die Grünen auf Bundes- und Landesebene haben sich deutlich gegen schwarz-grüne Bündnisse bei den kommenden Landtagswahlen positioniert. «Wir wollen gewinnen und gewinnen heißt auch: Politikwechsel durchsetzen», sagte Parteichef Reinhard Bütikofer nach einer zweitägigen Vorstandsklausur am Dienstag in Berlin. Mit Blick auf schwarz-grüne Gedankenspiele des Hamburger CDU-Bürgermeisters Ole von Beust nannte Bütikofer als Ziel der Grünen bei den Wahlen in Hessen, Niedersachsen und Hamburg, «schwarze Kurfürsten zu kegeln».

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Die Grün-Alternative Liste in Hamburg (GAL) hatte bereits am Montag die Avancen von Hamburgs Bürgermeister Ole von Beust (CDU) für ein schwarz-grünes Regierungsbündnis nach der Wahl am 24. Februar zurückgewiesen. «Ich sehe kein praktisch-politisches Fundament für Schwarz-Grün«, sagte die GAL-Landesvorsitzende Anja Hajduk am Montag. Allerdings werde sich die GAL in Hamburg einem Gesprächsangebot der CDU auch nicht verweigern, wenn sie ihr Wahlziel verfehle, zusammen mit der SPD zu regieren, betonte die Hamburger Grünen-Chefin.

Von Beust hatte am Wochenende deutlich gemacht, er könne sich eine Koalition mit den Hamburger Grünen durchaus vorstellen, wenn die CDU nach der Bürgerschaftswahl am 24. Februar auf einen Bündnispartner angewiesen sein sollte.

Al-Wazir: Eher Hand ab als Hand hoch für Koch

In Hessen sind die Grünen auch strikt gegen ein Bündnis mit der CDU unter Ministerpräsident Roland Koch beziehungsweise eine Jamaika-Koalition, bei der zusätzlich die FDP beteiligt wäre. Die «Tageszeitung» zitierte den Vorsitzenden der Hessischen Grünen Tarek Al-Wazir mit den Worten: «Wir hacken uns eher die Hände ab, als sie für Koch zu heben».

Bütikofer kündigte verstärkte persönliche Angriffe auf die Positionen der CDU-Kanzlerin Angela Merkel an. Ihr Einschwenken auf einen populistisch Kurs gegen jugendliche Kriminelle mache die Hoffnungen auf eine Erneuerung der Union zunichte. Die Koalition stehe für «sterile Polarisierung und nutzloses Lagerdenken». Die Grünen-Vorsitzende Claudia Roth warf der Union wegen deren Pläne für eine schnellere Abschiebung auländischer Gewalttäter Stimmungsmache gegen Ausländer vor.

Nach Roths Worten wollen sich die Grünen mit einem betont verantwortlichen Politikstil im anstehenden Wahlmarathon bis zur Bundestagswahl 2009 von der Konkurrenz abheben. Dagegen stehe «technokratisches Machtkalkül». Teil einer beabsichtigten Bürgerrechtsoffensive der Grünen sollten auch «Menschenrechte der neuen Generation» sein, etwa auf saubere Umwelt, sagte Roth. (nz/dpa)

 
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