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CSU berät in Kreuth über Steuerpolitik

07. Jan 2008 07:37, ergänzt 13:36
Das CSU-Tagungszentrum im oberbayerischen Wildbad Kreuth
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Die CSU trifft sich wie jedes Jahr im Januar zu einer Klausurtagung in Wildbad Kreuth. Auf der Agenda steht unter anderem eine Debatte über eine große Steuerreform 2011.

Die CSU-Bundestagsabgeordneten kommen um 14.30 Uhr in Wildbad Kreuth zu ihrer dreitägigen Winterklausur in Wildbad Kreuth zusammen. Auf der Tagesordnung stehen Forderungen zur Steuer-, Familien- und Sicherheitspolitik, mit denen die CSU vor den anstehenden bayerischen Kommunal- und Landtagswahlen ihr Profil als Partei der bürgerlichen Mitte schärfen will.

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Die CSU-Landesgruppe muss auf ihrer Klausur in Wildbad Kreuth auf ihren prominentesten Gast verzichten. EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sagte sein Kommen zum Auftakt am Montag wegen Krankheit ab, wie eine CSU-Sprecherin sagte. CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer hat ihm deutliche Worte zu den geplanten EU-Abgasvorschriften für Autos angekündigt, die deutsche Hersteller wie BMW besonders belasten.

Stoiber wird als Ehrenvorsitzender dabei sein

Mit Spannung erwartet wird auch der Auftritt von Edmund Stoiber, der vor einem Jahr als Ministerpräsident und CSU-Chef von der Landtagsfraktion in Kreuth gestürzt worden war. Stoiber will als CSU-Ehrenvorsitzender an den Klausurtagungen teilnehmen.

Ministerpräsident Günther Beckstein wird am Dienstag, der CSU-Vorsitzende Erwin Huber am Mittwoch in Kreuth erwartet.

Debatte über große Steuerreform 2011


Die CSU will das Thema einer großen Steuerreform in Wildbad Kreuth beraten, denn die Landesgruppe im Bundestag hält eine große Steuerreform mit einer finanziellen Entlastung der Bürger 2011 für möglich. «Eine Entlastung auf Pump kann es nicht geben», sagte Landesgruppenchef Peter Ramsauer der «Passauer Neuen Presse». «Wenn die Neuverschuldung 2010 auf Null reduziert sein wird, können sich die Bürger auf Steuerentlastungen freuen. 2011 könnte dann eine große Einkommensteuerreform in kraft treten.»

«Es ist höchste Zeit für eine Lohn- und Einkommensteuerreform. Die Menschen brauchen spürbare finanzielle Entlastungen», sagte Ramsauer. «Wir müssen aufhören, uns vor allem mit den Randgruppen der Gesellschaft zu beschäftigen. Deutschland besteht nicht nur aus jugendlichen Gewalttätern und maßlosen Managern. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass das breite Bürgertum, die Mitte, vom Aufschwung profitiert.»

Die traditionelle Klausurtagung in Wildbad Kreuth steht im Zeichen der Themen Innere Sicherheit, Familie und Wirtschaftspolitik. Dabei will sich die CSU für die kommenden Wahlkämpfe in Stellung bringen. Ramsauer sagte der «Passauer Neuen Presse», von der Klausur werde die Botschaft ausgehen, dass die CSU ihre elementaren Grundsätze «nicht immer neuen Kompromissen der Großen Koalition opfern» werde. «Die Stimme der CSU hat auch in Berlin weiterhin besonderes Gewicht. Wir sind die Anwälte des bürgerlichen Lagers. Die CSU ist der Hort bürgerlicher Politik.» (AP/dpa)

 
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