Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) verlangte von seinen Parteifreunden in dem Magazin «Besonnenheit und eine angemessen differenzierte Betrachtung, vor allem, wenn es um Jugendliche mit Migrationshintergrund geht». Die Erfolge bei der Integration dürften nicht vergessen werden «durch eine Fokussierung der Debatte über Straftäter, die nur eine Minderheit darstellen». Die überwiegende Mehrheit sei gut integriert. Bayerns Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sagte dem «Focus», gerade gegenüber «Problemkindern» dürfe sich der Staat nicht «schwach» zeigen. Vielmehr müsse er «durch hartes Auftreten zur rechten Zeit konsequent Grenzen setzen». Kriminelle Jugendliche müssten mit Sanktionen bestraft werden, die sie auch «bitter spüren», sagte Beckstein.
Berlins Innensenator Ehrhart Körting (SPD) kritisierte im «Focus» auch die Justiz. Mitverantwortlich für die Gewaltmisere bei Migranten seien zu lasche Richter, die junge kriminelle Ausländer als «Opfer spätkapitalistischer Produktionsweise» betrachteten. Diesen Alles- Verstehern und Verzeihern, gehe es nur um die Psyche des Täters, die Psyche des Opfers sei etlichen Richtern «scheißegal».