Bisher habe Merkel «eine gute PR-Arbeit erledigt». Gestützt auf «ein mediales Wohlwollen» und auf eine halbwegs disziplinierte Partei habe sie «Deutschland und der Welt Geschichten erzählt und Politik zur Märchenstunde gemacht». Ein Beispiel dafür sei der G-8-Gipfel unter deutscher Leitung im Sommer 2007 in Heiligendamm gewesen. «Da hat sie der Welt vorgegaukelt, sie hätte George W. Bush Klima- Zugeständnisse abgehandelt. In Bali hat sich gezeigt, es war heiße Luft», kritisierte die Grünen-Politikerin. «Diese Art von Merkels Märchen-Politik hat Deutschland nicht weiter gebracht. Merkel steht für Stillstand.»Die Kanzlerin und CDU-Vorsitzende bekomme immer dann Probleme, wenn man sie beim Wort nehmen wolle. In der Frage der Managergehälter beklage Merkel «die soziale Ungerechtigkeit und fehlende Moral, aber sie verweigert sich, wenn es gilt, politisch konkret einzugreifen», sagte Künast. (dpa)