netzeitung.deNPD-Mitglied verliert Kirchenamt

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Seine Mitgliedschaft bei der NPD brachte einen Kirchenvorstand zu Fall (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Seine Mitgliedschaft bei der NPD brachte einen Kirchenvorstand zu Fall
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Eine NPD-Mitgliedschaft ist für die evangelisch-lutherische Propstei Königslutter in Niedersachsen mit einem Kirchenamt unvereinbar. Deshalb hat sie einen Kirchenvorsteher entlassen.

Der Kreistagsabgeordnete und Landtagskandidat der NPD, Adolf Preuß, darf sein Amt als Kirchenvorsteher im niedersächsischen Süpplingen nicht weiter ausüben. Das entschied der Vorstand der evangelisch-lutherischen Propstei Königslutter nach Angaben der braunschweigischen Landeskirche.

Preuß war aufgefordert worden, die rechtsextreme NPD bis zum 14. Dezember zu verlassen. Der Landwirt aus dem Landkreis Helmstedt reagierte nicht auf das Ultimatum. Gegen die Entlassung kann Preuß eine Beschwerde beim Landeskirchenamt in Wolfenbüttel einreichen.

Ein Kirchenvorsteher ist das gewählte Mitglied des Vorstandes einer Kirchengemeinde. Der Propsteivorstand habe zu diesem Schritt keine Alternative gesehen, da sich Preuß nicht vom NPD-Programm distanziert habe. Durch sein öffentliches Einstehen für die NPD verletze er erheblich die Verpflichtung, die er als Kirchenvorsteher in Süpplingen eingegangen sei, heißt es in der Erklärung. Preuß habe sich bei der Einführung als Kirchenvorsteher verpflichtet, dieses Amt «in der Bindung an Gottes Wort und das Bekenntnis der evangelisch-lutherischen Kirche» auszuüben. (epd)