Anteil der kinderlosen Frauen deutlich gestiegen
18. Dez 2007 14:08
 |  Weinendes Kind Foto: dpa |
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Die deutsche Durchschnittsfrau wird heutzutage erst mit 26 Jahren Mutter. In den 60er Jahren waren die Frauen drei Jahre jünger. Große Unterschiede gibt es zwischen Ost und West.
Deutschlands Frauen werden immer später Mutter. Im Durchschnitt bringt eine Frau in Deutschland erst mit 26 Jahren ihr erstes Kind auf die Welt. In den 60er Jahren lag das Durchschnittsalter noch bei 23 Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Untersuchung, die das Statistische Bundesamt am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Der Beginn der «Familienphase» habe sich um etwa drei Jahre nach hinten verschoben, sagte die zuständige Abteilungsleiterin Sabine Bechtold.
Die Befragung von bundesweit 12.500 Frauen war nach Angaben der Statistiker notwendig, weil die normale Geburtenstatistik solche Daten bislang nur für ehelich geborene Kinder erfasste. So ergab die Studie auch, dass mittlerweile jede fünfte Frau zwischen 40 und 49 Jahren überhaupt keine Kinder hat - und angesichts des Alters vermutlich auch kaum noch Nachwuchs zur Welt bringen wird. Vor zehn Jahren waren nur 16 Prozent der Frauen in dieser Altersgruppe kinderlos.
Große Unterschiede zwischen Ost und West
Dabei gibt es erhebliche Unterschiede zwischen Ost und West. In Westdeutschland sind derzeit rund 25 Prozent der 40- bis 49-Jährigen kinderlos, während der Anteil in den neuen Bundesländern nur bei 10 Prozent liegt. Besonders auffällig ist die Kinderlosigkeit von hoch qualifizierten Frauen: 21 Prozent der Akademikerinnen über 40 haben keine Kinder, aber nur 14 Prozent der Frauen mit geringer Bildung. Bechtold betonte, auch der Zusammenhang zwischen Bildungsstand und Kinderlosigkeit sei nur im Westen nachweisbar. (dpa)