Waldorfschulen gehen gegen NPD-Politiker vor 10. Dez 2007 14:54  |  Die NPD würde gern in eigene Waldorfschulen gehen | Foto: dpa |
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Der Verband klagt wegen den Schulplänen des NPD-Funktionärs Modlau: «Eine Waldorfschule, die auf der Grundlage der von Andreas Molau vertretenen Denkrichtung aufbaut, kann und wird es niemals geben.«
Der Bund der Freien Waldorfschulen geht juristisch gegen einen NPD-Politiker vor, der eine von ihm geplante Schule mit dem Begriff «Waldorf» belegen will. Man habe beim Landgericht Berlin eine Unterlassungsklage gegen den niedersächsischen NPD-Spitzenkandidaten Andreas Molau eingereicht, teilte der Verband am Montag mit. Damit soll diesem untersagt werden, die Bezeichnung «Waldorf» für eine von ihm geplante Schule in Brandenburg zu verwenden. Diese solle laut Molau ein «Waldorfschullandheim für national gesinnte Familien» sein.
Die Pädagogik der Waldorfschulen habe die Entwicklung freier, sich selbst bestimmender Individuen als ein zentrales Anliegen, erklärte der Verband. «'Nationale Gesinnung', die Ausgrenzung von Menschen auf Grund ihrer ethnischen Zugehörigkeit und autoritäre Gesellschaftsstrukturen, wie sie von Molau propagiert werden, sind damit nicht vereinbar.» Waldorfschulen setzten sich weltweit in über tausend Einrichtungen für ein solidarisches Zusammenleben aller Menschen ein. «Eine Waldorfschule, die auf der Grundlage der von Andreas Molau vertretenen Denkrichtung aufbaut, kann und wird es niemals geben», betonte der Verband. Der Bund der Freien Waldorfschulen mit Sitz in Stuttgart vertritt die Waldorfschulen in Deutschland. (AP)
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