04. Dez 2007 13:08
Einschläfernd im Tonfall, konservativ im Inhalt – mit einem Treueschwur für die Kanzlerin hat CSU-Chef Erwin Huber seine Parteitagspremiere hinter sich gebracht.
Huber stärkte am Dienstagmittag noch einmal die Konservativen in der CDU. «Wir sind die Partei der Familie», konstatierte er und dankte Merkel persönlich dafür, dass die Delegierten am Vorabend das umstrittene Betreuungsgeld für daheim Erziehende Eltern ins CDU-Grundsatzprogramm aufnahmen. Wie viele seiner Themen garnierte er auch dieses mit Attacken auf die «Linken», diejenigen Gegner, die das Betreuungsgeld als «Herdprämie» bespotteten. Doch die Bgeisterungsfähigeit der Delegierten war bereits geschwächt, meist zollten sie Huber nur Höflichkeitsapplaus.Die Anhänger einer deutschen Leitkultur hatte Merkel bereits am Montag versichert, sich dafür einsetzen zu wollen, dass Moscheen nicht höher als Kirchen in den Himmel wachsen. Huber ritt nun das Steckenpferd der Bayern: Er warb für Religionsunterricht an Schulen und bekräftigte, die CSU werde sich «entschieden dagegen wehren, dass das Kruzifix in den Schmutz gezogen wird».