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Gewerkschaften wollen mehr Mindestlöhne

30. Nov 2007 09:43
Im Gastgewerbe sind die Löhne oft sehr niedrig.
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Den Post-Mindestlohn im Rücken wollen Gewerkschaften nun ähnliche Regelungen auch für andere Branchen. Die SPD ist dafür, die CDU glaubt damit Arbeitsplätze zu gefährden.

Nach der Einigung über einen Post-Mindestlohn fordern die Gewerkschaften Verdi und Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), in weiteren Branchen Mindestlöhne einzuführen. NGG-Chef Franz-Josef Möllenberg sagte, er verlange Mindestlöhne für die Fleischbranche, die Hotel- und Gaststättenbranche und für das Bäckerhandwerk.
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«Es ist erfreulich, dass bei den Postdienstleistern das Eis gebrochen ist», sagte Verdi-Sprecherin Cornelia Haß der «Berliner Zeitung». «Das hilft aber nicht den Beschäftigten im Einzelhandel oder bei den Leiharbeitsfirmen. Auch dort müssen mit Mindestlöhnen Barrieren gegen Arbeitsentgelte eingezogen werden, von denen man nicht den Lebensunterhalt bestreiten kann.»

SPD: Hungerlöhne vermeiden

SPD und CDU haben sich inzwischen erneut zu flächendeckenden Mindestlöhnen geäußert. «Einen flächendeckenden Mindestlohn, so wie die SPD ihn will, wird es mit uns nicht geben», sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla am Freitag im ARD-Morgenmagazin. SPD-Fraktionschef Peter Struck betonte hingegen, der Mindestlohn sei «absolut nicht» vom Tisch. «Wir werden das weiterverfolgen bis zur Bundestagswahl.»

Struck fügte ebenfalls im ARD-Morgenmagazin hinzu: «Wir wollen einen flächendeckenden Mindestlohn für alle.» In Deutschland sollten Hungerlöhne vermieden werden. Branchen, die für einen Mindestlohn in Frage kämen, könnten bis Ende März Anträge stellen. Dazu gehörten das Bewachungsgewerbe und Zeitarbeitsfirmen. «Wir werden in den nächsten Monaten über jede einzelne Branche sicherlich streiten.» Pofalla warnte: «Bei einem flächendeckenden Mindestlohn von 7,50 Euro wären eine Million Arbeitsplätze gefährdet.» Struck verwies hingegen darauf, dass in 20 von 27 europäischen Ländern ein Mindestlohn gelte. Keine dieser Volkswirtschaften sei daran kaputt gegangen. (AP, dpa)

 
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