Politiker sehen sich durch Schulstudien bestätigt
29.11.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, Nele Hirsch, sagte, Kinder aus finanzschwachen Schichten blieben weiter auf der Strecke. An diesem «Skandal des deutschen Bildungssystems» habe sich nichts geändert.
Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnte die Kultusminister vor «zu viel Ephorie». Die großen Probleme des Schulsystems seien bei weitem nicht gelöst, sagte GEW-Vizevorsitzende Marianne Demmer in einem dpa-Gespräch. Nach wie vor sei in keinem anderen vergleichbaren Industriestaat die Abhängigkeit zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg so groß wie in Deutschland. Dies habe erneut auch die IGLU-Grundschulstudie bestätigt. Auch bei den PISA-Ergebnissen dürften jetzt nicht «Äpfel mit Birnen» verglichen werden.
Nach der signifikanten Verbesserung von Pisa 2000 zu Pisa 2003 und der nochmaligen Steigerung von Pisa 2006 könne nunmehr von einem sehr positiven Trend gesprochen werden. Der DPhV-Vorsitzende Heinz-Peter Meidinger hob hervor, dass die neuen Ergebnisse all jene Lügen straften, die entweder das gegliederte Schulwesen für reformunfähig erklärten oder ein Versagen der weiterführenden Schularten behaupteten. (nz/AP/dpa)

