Unterdessen haben sich in den politischen Streit um den Einbau wirkungsloser Rußfilter bei der Nachrüstung von Diesel-Autos Fachleute aus dem technischen Prüfwesen eingeschaltet. Die deutschen Vorschriften zur Prüfung von Rußfiltersystemen bei Autos seien unzureichend, sagte der Schweizer Ingenieur Andreas Mayer vom Ingenieurbüro TTM im Gespräch mit der Wochenzeitung «Die Zeit». Die deutsche Prüfvorschrift sei «unbrauchbar und grottenfalsch». Das Ingenieurbüro hatte, so das Blatt, einem Drittel der in Deutschland steuerlich geförderten Rußfilter zum Nachrüsten für ältere Dieselfahrzeuge bereits im November 2006 weitgehende Wirkungslosigkeit bescheinigt. Dabei sei sogar festgestellt worden, dass einige Systeme zusätzliche Schadstoffe wie Stickoxide erzeugen. Das Bundesumweltministerium habe dagegen die Daten bis zum August 2007 mit dem Hinweis unter Verschluss gehalten, dass sie nicht gerichtsfest seien, so «Die Zeit». (dpa)