22. Nov 2007 07:25
Streit um die Hoheit in der Außenpolitik, der Dalai Lama im Kanzleramt, der Post-Mindestlohn – Reibflächen gibt es viele im Zusammenspiel von Union und SPD. Der neue Vizekanzler will für Fairness sorgen.
Er sei sich seiner neuen Verantwortung «sehr bewusst», sagte der Bundesaußenminister. Mit Blick auf die SPD, kleinerer Regierungspartner in der Großen Koalition, betonte er zugleich: «Ich bin mir sicher, dass da, wo die Partei Profil zeigen muss, ich auch helfen werde, dieses Profil nach außen zu repräsentieren. Und manchmal gibt es auch Anlass dazu in der Koalition.»Für Zündstoff gesorgt hatte in den vergangenen Tagen noch einmal der Empfang des Dalai Lama im Bundeskanzleramt. Nicht nur China war erbost, sondern auch aus der SPD kam der Vorwurf, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich damit profilieren wollen. Steinmeier sieht das entspannt. «Das, worüber wir uns im Augenblick etwas auseinandersetzen, liegt eher daran, in welcher Tonalität man die Frage der Menschenrechte anspricht.»