Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Münte mit rot-schwarzem Fußball verabschiedet

21. Nov 2007 12:30
Kanzlerin Merkel verabschiedet Franz Müntefering im Bundeskabinett
Bild vergrößern
Der Mittwoch ist der letzte Arbeitstag Franz Münteferings als Minister. Als er ihm die Entlassungsurkunde überreichte, zeigte sich selbst Bundespräsident Köhler bedrückt: «Sie werden mir fehlen.»

Bilderschau:
Bundespräsident Horst Köhler hat am Mittwoch den SPD-Politiker Olaf Scholz zum neuen Arbeitsminister der Bundesregierung ernannt. Der 49-jährige Jurist aus Hamburg war bislang Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion. Zuvor hatte Köhler im Schloss Bellevue dem bisherigen Amtsinhaber Franz Müntefering seine Entlassungsurkunde ausgehändigt: «Sie werden mir fehlen», sagte Köhler und dankte ihm für seine Arbeit.

Mehr in der Netzeitung:
  • Müntefering rechnet mit Merkel ab 17. Nov 2007 14:03
  • Müntefering reibt die Koalition auf 14. Nov 2007 15:06, ergänzt 15:43
  • Presseschau: Krankheit war nur der Auslöser 14. Nov 2007 10:52
  • Münteferings Scoop 13. Nov 2007 17:14
  • Müntefering verlässt die Bundesregierung 13. Nov 2007 10:43, ergänzt 12:17
  • Zuvor hatte das Bundeskabinett Müntefering nach zwei Jahren aus der Großen Koalition verabschiedet. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bedankte sich «herzlich» für die Zusammenarbeit. «Sie sind einer der Architekten dieser großen Koalition», sagte sie zu Beginn der Kabinettssitzung in Berlin. «Für dieses Land ist eine Menge auf den Weg gebracht, das ist Ihnen zu verdanken.»

    Als Abschiedsgeschenk für ihren bisherigen Stellvertreter zog die Kanzlerin einen rot-schwarzen Fußball hervor, bei dem die Farbe rot allerdings dominierte. «Es gibt nur eine wirkliche Grundfarbe: Das ist rot», bemerkte der 67-Jährige. Müntefering hatte seinen Rücktritt vor einer Woche mit der schweren Erkrankung seiner Frau begründet. Dennoch brachten viele Beobachter auch Münteferings Rolle in der Koalition und innerhalb der SPD Mit dem Rückzieher in Verbindung.

    Im «Spiegel» hatte Müntefering nach seinem Rücktritt den Regierungsstil der Kanzlerin massiv kritisiert. «Es ist einfach keine gute Form der Zusammenarbeit, wenn man sich im Kabinett gemeinsam zu Beschlüssen durchringt und sie anschließend sehenden Auges nach massivem Lobbyeinfluss torpediert», missbilligte er. Hintergrund waren die gescheiterten Verhandlungen im Koalitionsausschuss vor einigen Tagen über den Post-Mindestlohn. Die SPD hatte die Union des Wortbruchs bezichtigt, weil hierzu bei einer Kabinettsklausur im August bereits eine Einigung erziel worden sei. Zudem warfen die Sozialdemokraten der Kanzlerin vor, vor den großen Verlagen eingeknickt zu sein, die Teilhaber von privaten Postdienstleistern sind - und Gegner eines branchenweiten Mindestlohnes. Die Union betonte jedoch, die SPD habe sich nicht an die Eckdaten der Kabinetts-Einigung gehalten. (nz/dpa/AP)

     
    Drucken
    VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
     
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zu weiteren Bildergalerien
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Zum Wissenstest
    Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
     
    Zum Wissenstest

    Alle Wissenstests

    Live Top 5
    netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
    Aus anderen Ressorts
    Zur Autogazette

    Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
    NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
    Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
     
    Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
     
    IT & Security by Procado
     
    [ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
    Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.