Aktive und gewerbsmäßige Sterbehilfe sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Wiefelspütz: «Wenn Dignitas es hier darauf ankommen lässt, dann werden wir diese Herausforderung annehmen.» Auch der CDU-Gesundheitspolitiker Hubert Hüppe forderte «knallhartes durchgreifen». Wenn Dignitas tatsächlich ein Tötungsdelikt vorbereite, müssten die Sicherheitsbehörden schon präventiv eingreifen. Hüppe forderte, jetzt alle juristischen Schritte für ein Verbot von Dignitas zu prüfen.
Der Berliner Urologe und Dignitate-Vorstand Uwe-Christian Arnold hatte der «Frankfurter Rundschau» gesagt, dass seine Organisation in Deutschland ein Präzedenzfall schaffen wolle. Man habe einen deutschen Arzt im Ruhestand gefunden, der mit der geplanten Aktion nicht seine ärztliche Zulassung riskiere. Wo die Sterbehilfe stattfinden soll, wollte Arnold nicht verraten.
Man wolle einen «hieb- und stichfesten Fall» dokumentieren, «sonst kommen wir nicht weiter». Ziel sei es, den ärztlich assistierten Freitod aus der rechtlichen Grauzone herauszuholen. Schon in den ersten Monaten 2008 werde es soweit sein, sagte Arnold bei «stern.de». Es werde ein »assistierter Suizid« sein. (nz/dpa)