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Großer Zapfenstreich für Stauffenberg

14. Nov 2007 20:28
Claus Schenk Grafvon Stauffenberg
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Am 15. November wäre Stauffenberg 100 Jahre alt geworden. Die Bundeswehr gedenkt dem Hitler-Attentäter als Vorbild.

Mit einem Großen Zapfenstreich hat die Bundeswehr am Mittwochabend den hingerichteten Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg anlässlich dessen 100. Geburtstag geehrt. An den Feierlichkeiten an Stauffenbergs Geburtsort und dem Stammsitz der Familie im bayerischen Jettingen-Scheppach nahmen auch Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) teil.

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«Die Bundeswehr ist Stauffenberg besonders verpflichtet, denn er gehört zu unserer Tradition des Widerstandes», sagte Jung. Man werde den Soldaten auch in Zukunft als vorbildlich vermitteln, dass es Offiziere gegeben habe, die ihre Pflicht nicht allein innerhalb eines Systems von Befehlen und Gehorsam gesehen hätten. «Die Männer des 20. Juli haben vorgelebt, wann Verantwortung, Ehre und Gewissen der militärischen Führer Grenzen des Gehorsams weisen», sagte Jung.

Beckstein nannte Stauffenberg bei einem Festakt im Jettinger Schloss «eine der ganz großen Persönlichkeiten der deutschen Geschichte». Stauffenberg habe durch sein Handeln «in der dunkelsten und furchtbarsten Zeit unserer Geschichte ein Zeichen dafür gesetzt, dass sich Gewissen und Moral nicht zum Schweigen bringen lassen, auch nicht durch menschenverachtende, brutale Gewalt und Unterdrückung», sagte der CSU-Politiker.

Stauffenberg stehe wie die Geschwister Scholl, der Kreisauer Kreis, Dietrich Bonhoeffer oder Pater Ruppert Mayer für den gesamten deutschen Widerstand gegen das NS-Regime. Die Taten des Widerstands müssten auch heute für die Menschen Mahnung und Vorbild sein, «menschenverachtende, extremistische und antisemitische Tendenzen in unserem Land nicht schweigend zu dulden», betonte Beckstein.

Der am 15. November 1907 geborene Stauffenberg hatte in der «Wolfsschanze» bei Rastenburg, dem heute polnischen Ketrzyn, während einer Lagebesprechung am 20. Juli 1944 eine Bombe explodieren lassen, die Hitler aber nicht tötete. Stauffenberg und andere Mitglieder der Widerstandsgruppe wurden erschossen, ihre Familien von der Gestapo verhaftet. (AP)

 
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