13. Nov 2007 10:43, ergänzt 12:17
Anlass für einen politisch motivierten Rücktritt hatte es reichlich gegeben - doch das Ministerium betont, der SPD-Politiker räume seine Posten aus persönlichen Gründen. Nachfolger sollen bereits feststehen.
Münteferings Frau Ankepetra leidet an Krebs, was vermuten ließ, er habe deshalb vergangene Woche nicht am Koalitionsgipfel teilgenommen. Am Dienstag bestätigte sich, dass die 61-Jährige sich einer Operation unterziehen musste. Nun muss ein Nachfolger her. Den Posten des 67-Jährigen neu zu besetzen, steht allein der SPD zu. Neuer Arbeitsminister soll SPD-Fraktionsgeschäftsführer Olaf Scholz werden, wie es aus SPD-Kreisen hieß. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier ist als Vizekanzler vorgesehen.
Anlass für einen politisch motivierten Rücktritt Münteferings hatte es in letzter Zeit aber einige gegeben: So setzte SPD-Chef Kurt Beck innerhalb der SPD durch, dass Arbeitslosengeld I an Ältere länger gezahlt werden soll – eine von den SPD-Linken gern gesehene Aufweichung der umstrittenen Arbeitsmarktreformen. In der Nacht hatte dies die von Kanzlerin Angela Merkel geführte Koalition beschlossen und damit zur Regierungslinie gemacht.