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Millionenzuschuss für Berlins Stadtschloss kommt

08. Nov 2007 07:16
So könnte es einmal aussehen: Modell des Stadtschlosses
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Der zuständige Ausschuss im Bundestag hat eine «verbindliche Kostenobergrenze» von 552 Millionen Euro festgelegt. Doch zunächst muss der Palast der Republik weg.

Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat am Mittwoch den Startschuss zum teilweisen Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses gegeben. Die Parlamentarier stimmten dem Projekt mit einer «verbindlichen Kostenobergrenze» von insgesamt 552 Millionen Euro zu.

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In den Kosten sind 72 Millionen Euro für die Erstausstattung enthalten. 80 Millionen Euro will ein privater Förderverein beisteuern. Baubeginn soll nach dem Abriss des Palastes der Republik 2010 sein. Der Haushaltsausschuss hatte nach den ersten Kostenplanungen aus dem Bauministerium noch «Nachfragebedarf» angemeldet.

Im Humboldt-Forum mit den Fassaden des historischen Stadtschlosses sollen vor allem die außereuropäischen Sammlungen der Stiftung Preußischer Kulturbesitz sowie Einrichtungen der Humboldt-Universität und der Stadtbibliothek einziehen. Bis zum Baubeginn ist auf dem Areal in Berlins Mitte zwischen dem Berliner Dom, der Spree, dem früheren DDR-Staatsratsgebäude und dem heutigen Außenministerium eine temporäre Kunsthalle für Ausstellungen zeitgenössischer Kunst geplant. Auch für ein Einheitsdenkmal ist das Areal im Gespräch.

Noch einmal verhandeln

Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hofft, dass die Architektenausschreibung für das Humboldt-Forum noch in diesem Jahr erfolgen kann. Der Ausschreibungstext und die Fachjury müssten sich klar am eindeutigen Willen der Volksvertreter orientieren, der an mindestens drei Seiten eine Rekonstruktion der historischen Schlossfassade vorsieht.

Da es an den ersten Formulierungen für den Ausschreibungstext Kritik gegeben habe, müsse jetzt mit allen Beteiligten noch mal darüber gesprochen werden, betonte Neumann. «Es ist auf jeden Fall erfreulich, dass wir dieses historische Vorhaben glücklich unter Dach und Fach bringen. Und die Haushälter dabei hinter sich zu haben, ist ganz wichtig», betonte der Staatsminister. (nz/dpa)

 
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