Männer besitzen der Analyse zufolge hierzulande rechnerisch rund 96.000 Euro, dagegen verfügen Frauen im Schnitt über 67.000 Euro. Im Vergleich der Altersgruppen am wohlhabendsten sind die 56- bis 65- Jährigen mit durchschnittlich knapp 130.000 Euro Vermögen. Ausländer haben demnach in den neuen wie den alten Bundesländern jeweils weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Vermögens zur Verfügung.Der Paritätische Wohlfahrtsverband nannte die Daten des DIW zur Vermögensverteilung «ein erschütterndes Zeugnis sozialer Ungleichheit». Angesichts eines «ungeheuren Reichtums der Reichen in dieser Gesellschaft kann es nur als politischer Skandal bezeichnet werden, wenn zugleich immer mehr Menschen mit Hartz IV unter Einkommensarmut und Ausgrenzung leiden», sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider. Große Vermögen müssten bei der Erbschaftssteuer wesentlich stärker belastet werden.
Der ostdeutsche Sozialverband Volkssolidarität kritisierte es ebenfalls als falschen Weg, wenn Unternehmen und Vermögende durch die geplante Reform der Erbschaftssteuer weiter entlastet würden. «Die Politik ist gefordert, für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen», sagte Präsident Gunnar Winkler. (dpa)