Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Westler doppelt so vermögend wie Ostdeutsche

07. Nov 2007 18:34
Im Geld baden wie Dagobert Duck können in Deutschland nur wenige.
Bild vergrößern
Eine neue Studie zeigt krasse Unterschiede zwischen Arm und Reich in Deutschland: Nur zehn Prozent der Deutschen besitzen fast zwei Drittel des gesamten Vermögens - und sie leben meist im Westen.

Zwei Drittel der Bevölkerung in Deutschland haben nur ein sehr geringes oder gar kein Vermögen. Zugleich besitzen die reichsten zehn Prozent fast zwei Drittel des gesamten Vermögens. Das ergab eine neue Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die am Mittwoch in Berlin vorgestellt wurde.

Mehr in der Netzeitung:
Im rechnerischen Schnitt lag das individuelle Nettovermögen der über 17-Jährigen bei fast 81.000 Euro, wie das DIW weiter mitteilte. Dahinter verberge sich jedoch eine «sehr ungleiche» Verteilung nach Bevölkerungsgruppen.

So lag das durchschnittliche Nettovermögen bei Erwachsenen in den alten Bundesländern mit 91.500 Euro mehr als doppelt so hoch wie im Osten. Dabei wirkte sich vor allem aus, dass es im Westen mehr Wohnungseigentümer gibt. Beim Geldvermögen haben die neuen Länder dagegen fast 60 Prozent des Westniveaus erreicht.

Sozialverbände fordern Eingriffe der Politik

Männer besitzen der Analyse zufolge hierzulande rechnerisch rund 96.000 Euro, dagegen verfügen Frauen im Schnitt über 67.000 Euro. Im Vergleich der Altersgruppen am wohlhabendsten sind die 56- bis 65- Jährigen mit durchschnittlich knapp 130.000 Euro Vermögen. Ausländer haben demnach in den neuen wie den alten Bundesländern jeweils weniger als die Hälfte des durchschnittlichen Vermögens zur Verfügung.

Der Paritätische Wohlfahrtsverband nannte die Daten des DIW zur Vermögensverteilung «ein erschütterndes Zeugnis sozialer Ungleichheit». Angesichts eines «ungeheuren Reichtums der Reichen in dieser Gesellschaft kann es nur als politischer Skandal bezeichnet werden, wenn zugleich immer mehr Menschen mit Hartz IV unter Einkommensarmut und Ausgrenzung leiden», sagte Hauptgeschäftsführer Ulrich Schneider. Große Vermögen müssten bei der Erbschaftssteuer wesentlich stärker belastet werden.

Der ostdeutsche Sozialverband Volkssolidarität kritisierte es ebenfalls als falschen Weg, wenn Unternehmen und Vermögende durch die geplante Reform der Erbschaftssteuer weiter entlastet würden. «Die Politik ist gefordert, für mehr Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen», sagte Präsident Gunnar Winkler. (dpa)

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Zum Wissenstest
Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
 
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Josef Depenbrock & Robert Rischke | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.