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Deutsche Protestanten grenzen sich ab

04. Nov 2007 12:10
Eröffnungsgottesdienst in der Kreutkirche Dresden
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Das jüdisch-christliche Verhältnis betrachtet die Evangelische Kirche als einzigartig. Für Muslime ist darin kein Platz. In Dresden stärkt die EKD-Synode noch bis Mittwoch die Identität ihrer Kirche.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat der Forderung von Islamvertretern nach einer Einbeziehung in den christlich-jüdischen Dialog eine Absage erteilt. Das jüdisch- christliche Verhältnis betrachte die EKD als einzigartig, sagte der EKD-Ratsvorsitzende und Berliner Bischof Wolfgang Huber zum Auftakt der EKD-Synode in Dresden.

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«Diese Einsichten einer christlichen Theologie nach Auschwitz dürfen auch angesichts neuer Herausforderungen im Gespräch mit dem Islam nach meiner festen Überzeugung nicht zur Disposition gestellt werden», so Huber in einem Bericht. Vielmehr müssten Christen und Juden das gewonnene Verhältnis in seiner Einzigartigkeit bewahren und weiterentwickeln.

Huber betonte, die evangelische Kirche bejahe die freie Religionsausübung von Muslimen in Deutschland (siehe Hintergrund).

Doch das Ja etwa zum Bau von Moscheen schließe die kritische Auseinandersetzung über den Ort und die Größe, die Gestaltung und die Anzahl nicht aus.

In der Ökumene, der Zusammenarbeit der christlichen Kirchen, warf der EKD-Ratsvorsitzende dem Vatikan mangelnden Respekt vor dem Protestantismus vor. Huber bezog sich auf die heftig kritisierte Erklärung des Vatikans vom Sommer, in der die Katholiken der evangelischen Kirche erneut absprechen, «Kirche im eigentlichen Sinn» zu sein.

Hintergrund:

Struktur und Haushalt

Das Verhältnis zwischen der EKD und dem Islam ist seit einiger Zeit belastet: Bereits 2006 hatte die EKD ein Positionspapier zum Zusammenleben mit Muslimen in Deutschland veröffentlicht, das bei muslimischen Gemeinden für Verstimmung sorgte. Für seine Meinung zum Moscheebau war Huber vor kurzem außerdem vom Zentralrat der Muslime gerügt worden.

EKD-Ratschef Huber in der Holocaust-Gedenkstätte Jad Vaschem
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Bis Mittwoch tagt das Kirchenparlament der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Dresden. Die Veranstaltung, die bis zum Mittwoch geht, hat das Schwerpunktthema «evangelisch Kirche sein». 114 Vertreter der 23 Landeskirchen nehmen an dem Treffen teil.

Sie wollen sich unter anderem mit dem Verhältnis zur katholischen Kirche sowie mit der Positionierung zum Islam beschäftigen. Weitere Themen sind die Strukturreform der Kirche und die Beratung des EKD-Haushaltsplans. (dpa/AP)

 
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