Ex-Geisel kritisiert Bemühungen der Regierung
30.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Diese direkten Verhandlungen seien aber erst später aufgenommen worden und hätten schließlich auch zum Erfolg geführt - «nur eben erst Wochen später», zitierte das Magazin den Bauingenieur. Insgesamt zeigte er sich aber dankbar für die Freilassungsbemühungen. Die Bundesregierung sowie die Beamten des Bundeskriminalamts in Kabul und der deutsche Botschafter hätten sich vehement für ihn eingesetzt.
Allerdings wiederholte Blechschmidt seine Vorwürfe, dass die zu seinem Schutz angeforderte afghanische Polizei mit den Entführern gemeinsame Sache gemacht und ihn an die Kidnapper übergeben habe. Zudem habe der afghanische Geheimdienst das Scheitern der ersten Freilassung zu verantworten, weil er das Lösegeld habe einstecken wollen.
Die Hintergründe der Entführung seien kaum politisch motiviert gewesen, da die Kidnapper nach eigenen Angaben gar nicht genau gewusst hätten, wen sie da verschleppen, sagte Blechschmidt weiter. «Die wussten, dass Ausländer kommen, die den Damm reparieren wollen - und die haben im Zweifelsfall Geld. Das war's.» (dpa/AP)

