29. Okt 2007 17:21
Inhaltlich halten die Grünen die Kritik an den Bischöfen Mixa und Meisner aufrecht. Doch dass die Worte «Hassprediger» oder «Oberfundi» fielen, bedauern sie.
Gegenüber Frauen, die abgetrieben haben, Homosexuellen und allen anderen Menschen, die außerhalb der Ehe Sexualität lebten, empfinde Meisner Verachtung, sagte Beck. «Für gewöhnlich nennt man eine solche leidenschaftliche Abneigung Hass.» Was Meisner über Frauen nach Abtreibungen und Menschen in anderen Lebensformen immer wieder sage, «ist und bleibt eine Unverschämtheit». Bütikofer beklagte, es entspreche nicht den Standards unserer Gesellschaft, dass den Lebensgemeinschaften Homosexueller die Existenzberechtigung abgesprochen wird. Meisner hatte Lebensgemeinschaften als «verderblich» bezeichnet. Der Kardinal äußere sich öfters «in exquisiter Art und Weise», sagte Bütikofer ironisch. So jemand gehe das Risiko der Kritik ein. Gleiches gelte für den Augsburger Bischof Walter Mixa, dessen «extreme Positionen» auch «Antworten verdienen». Co-Parteichefin Claudia Roth, die Mixa einen «durchgeknallten, spalterischen Oberfundi» genannte hatte, habe den Bischof aber nicht beleidigen wollen.