27. Okt 2007 12:13
Leicht verletzt wurde die Ehefrau von Ex-Kanzler Schmidt bei einem Angriff durch eine offensichtlich geistig verwirrte Frau. Laut Polizei soll es sich jedoch um keinen Überfall gehandelt haben.
Eine vermutlich geistig verwirrte Stalkerin hat Loki Schmidt, die Ehefrau von Altkanzler Helmut Schmidt (SPD), an deren Haustür angegriffen und leicht verletzt. Ein Polizeisprecher bestätigte am Samstag entsprechende Angaben der «Bild»-Zeitung: «Es hat einen solchen Vorfall gegeben. Es war jedoch kein Überfall. Nach unseren ersten Ermittlungen war es das Ziel der Frau, dem Altkanzler nahe zu sein.» Es sei zu einer Rangelei gekommen, als die Fremde in das Haus wollte. Sie sei vermutlich geistig verwirrt, hieß es. Die 88-jährige Loki Schmidt habe beim Gerangel «blaue Flecken» erlitten. Sie habe die Frau aus dem Haus gedrückt und um Hilfe gerufen.
Der Zwischenfall geschah bereits am vergangenen Dienstag, wurde aber erst jetzt bekannt. Die Frau mittleren Alters überlistete einen Polizeiposten vor dem Bungalow der Schmidts in Hamburg. Nach dpa- Informationen gab sich die Münchnerin bei dem Polizisten als Tochter von Loki Schmidt aus. Laut Polizei laufen ein Strafverfahren gegen die Angreiferin wegen Körperverletzung und Hausfriedensbruchs sowie disziplinarrechtliche Ermittlungen gegen den Beamten, der das Haus bewachte. Genaue Angaben zum Alter der Frau machte die Polizei nicht.
Das Wort «Stalking» kommt aus dem Englischen und leitet sich von dem Verb «to stalk» (sich anschleichen) ab. Es bezeichnet die hartnäckige Belästigung und Verfolgung eines Menschen. (dpa)