Die Grünen-Chefin wünscht sich zudem, «dass Bischöfe integrativ wirken und nicht, wie Herr Mixa, Mauern errichten und spalten». Zum Glück seien die Zeiten vorbei, «wo von der Kanzel verkündet worden ist, wen ein Christ zu wählen hat», sagte Roth. Bischof Mixa spreche überdies nicht für alle Christen. Mixas Sprecher Voß legte unterdessen ebenfalls nach: «Der Nazi-Vergleich ist in diesem Fall zulässig, weil er die Christen als NS-Opfer betrifft», sagte Voß am Dienstag der dpa. Die Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, nannte den NS-Vergleich dagegen gefährlich, weil dadurch die historische Erfahrung des Nationalsozialismus der Beliebigkeit preis gegeben werde. Knobloch forderte von der Diözese Augsburg «eine Distanzierung und Klarstellung».
Nach einem Bericht der «Süddeutschen Zeitung» hat Knobloch auch vom Vatikan Schritte gegen den Augsburger Bischof gefordert. Voß sagte, er habe mit Knobloch telefoniert und ihr versichert, er teile die Meinung, dass sich jeder Vergleich mit dem Holocaust wegen der historischen Einzigartigkeit dieses Verbrechens verbiete.(nz/AP/dpa)