Nahles für weitere Änderung an Agenda 2010
19.10.2007
Herausgeber: netzeitung.de
In ihrem Heimatland Rheinland-Pfalz gebe es für Kinder in Ganztagsschulen ein kostenloses Mittagessen. Nahles forderte, dieses Modell bundesweit auszubauen. «Solche direkten Hilfen muss es in ganz Deutschland geben», sagte sie der Zeitung.
Zum Arbeitslosengeld I sagte Nahles, die SPD werde mit einem eigenen Vorschlag die Union stellen und «herausfinden, wie ernst die es tatsächlich gemeint haben». Ein Verfahren nach dem Parteitagsbeschluss der CDU, dem ein Modell des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers zugrunde liegt, lehnte sie ab. Dieses Konzept spiele «verschiedene Generationen gegeneinander aus», sagte Nahles. Es sei ungerecht und belaste vor allem junge Menschen und Frauen.
Einen Rücktritt des in dem SPD-Streit unterlegenen Vizekanzlers Franz Müntefering erwartet Nahles nicht. Dieser habe erklärt, er wolle Vizekanzler und Minister bleiben. «Wir brauchen ihn», sagte Nahles. Zu ihren künftigen Aufgaben im SPD-Vorstand sagte sie: «Meine neue Rolle beinhaltet stärker, als ich das in der Vergangenheit musste, den Laden zusammenhalten.» Die designierte Parteivize sagte, sie wisse, wo sie herkomme, und werde sich auch treu bleiben: «Aber ich weiß auch, wo in dieser Aufgabe meine Verantwortung liegt.» (AP)

