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Huber wird mit schwachem Ergebnis CSU-Chef

29. Sep 2007 14:35, ergänzt 15:14
Das neue CSU-Führungs-Tandem: Beckstein (li., designierter Regierungschef) und Huber (neuer CSU-Chef)
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Der CSU-Parteitag in München hat eine neue Parteiführung gewählt. Der klar favorisierte bayerische Wirtschaftsminister Huber setzte sich in einer Kampfabstimmung schon im ersten Wahlgang durch.

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Der Machtkampf um den CSU-Vorsitz ist entschieden: Neuer Vorsitzender der CSU ist der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber. Huber wurde am Samstag auf dem CSU-Parteitag in München zum Nachfolger von Edmund Stoiber gewählt. Er konnte sich damit erwartungsgemäß gegen Bundesagrarminister Horst Seehofer und die Fürther Landrätin Gabriele Pauli durchsetzen.

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58,2 Prozent der Delegierten stimmten für Huber. Horst Seehofer erzielte 39,1 Prozent. Gabriele Pauli kam auf 2,5 Prozent. Seehofer bleibt stellvertretender CSU-Vorsitzender. Er erhielt 91,81 Prozent.

Edmund Stoiber ist nach seinem Rückzug von der CSU-Spitze jetzt Ehrenvorsitzender der Partei. Der 66-Jährige wurde von den Delegierten des CSU-Parteitags einstimmig hierzu ernannt.


Bei der Wahl des Parteivorsitzenden hatten die Delegierten zum ersten Mal die Auswahl zwischen drei Kandidaten, die in einer ausgelosten Reihenfolge ihre Bewerbungsrede hielten. Zum Auftakt betonte Bundesagrarminister Seehofer den fairen Wettstreit zwischen ihm und dem bayerischen Wirtschaftsminister Huber. Mit Blick auf die Diskussionen um sein Privatleben sagte Seehofer, persönliches Scheitern könne nicht die Wertmaßstäbe relativieren. Deshalb stehe er zum besonderen Schutz von Ehe und Familie.

Gabriele Pauli
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Die Fürther Landrätin Gabriele Pauli sagte, Politiker dürften nicht immer nur das tun, was gerade gut ankomme. Eigene Überzeugungen müssten stärker sein als das Schielen nach Ämtern.

Der dritte Bewerber, Huber, rief die CSU angesichts der in den kommenden Jahren anstehenden Wahlen zu Disziplin und Geschlossenheit auf. Ziel müsse es sein, dass die CSU bei der bayerischen Landtagswahl in einem Jahr «50 Prozent plus X» erreiche, sagte Huber. Bei der nächsten Bundestagswahl müsse erreicht werden, dass nicht ohne die Union und nicht gegen sie regiert werden könne. «Die CDU muss wissen: Sie braucht eine starke CSU in Deutschland.» Huber galt als Favorit bei der Wahl des Parteivorsitzenden.

Am Mittag war Bayerns Innenminister Beckstein zum CSU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 bestimmt worden. Er soll das Amt des Ministerpräsidenten bereits am 9. Oktober vom bisherigen Partei- und Regierungschef Stoiber übernehmen. (nz)

 
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