29. Sep 2007 11:39
Die CSU hat den bayerischen Innenminister Günther Beckstein zum Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2008 gekürt. Mit einem Traumergebnis.
Beckstein bezeichnete den Rückzug des scheidenden Ministerpräsidenten Edmund Stoiber zuvor als «Ende einer Ära». Er kündigte vor den rund 1000 Delegierten an, die bisherige erfolgreiche Politik werde fortgesetzt. Beckstein setzte sich gleichzeitig von Stoiber ab: «Es wäre völlig ein Fehler, jemand kopieren zu wollen. Das mache ich nicht.» Wer Stoiber als CSU-Chef ablöst, will der Parteitag am Samstagmittag in Kampfabstimmung zwischen dem bayerischen Wirtschaftsminister Erwin Huber, Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer und der Fürther Landrätin Gabriele Pauli entscheiden.
Beckstein unterstützt Huber. Sie hatten im Januar in Wildbad Kreuth eine Doppelspitze verabredet und damit Stoibers Rücktritt veranlasst. Auf dem Parteitag verzichtete Beckstein aber darauf, noch einmal für seinen Tandempartner zu werben. (dpa/AP)