Widerstand gegen NPD kostet 2600 Euro
27.09.2007
Herausgeber: netzeitung.de
Die Gartenbauer waren im Herbst 2006 vor den Landtagswahlen eingeschritten, als ein NPD-Helfer vor der Realschule am Friedrich-Engels-Platz in Waren an der Müritz CDs mit rechtsextremistischen Inhalten und Wahlwerbeblätter verteilen wollte. Weil sich der NPD-Mann bedroht fühlte und das Material von den Männern zum Teil beschädigt oder weggeworfen wurde, erstattete er Anzeige. Die Gärtner sollten sich daraufhin vor Gericht wegen Nötigung, Beleidigung und Sachbeschädigung verantworten. Gegen Strafbefehle über 2400, 2000 und 1600 legten die Männer Widerspruch ein.
Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Wolf Dieter Ringguth, sagte zum Ausgang des Verfahrens, es sei richtig, dass das Gewaltmonopol beim Staat verbleiben müsse. In diesem Sinne müsse das Urteil akzeptiert werden. Ringguth kündigte an, dass er die Männer mit der für sie hohen finanziellen Belastung nicht alleine lassen werde.
Die NPD kritisierte das Urteil. Da der verursachte Schaden noch nicht ersetzt worden sei, solle das Geld nun zivilrechtlich eingeklagt werden, hieß es. (ddp)
Die Regionale Arbeitsstelle für Ausländerfragen MV e.V (www.RAA-mv.de) hat ein Spendenkonto zugunsten der Verurteilten eingerichtet.

