21. Sep 2007 16:21
Adolf Hitler ein «Friedensfreund»? Diese Behauptung findet sich in einer in Sachsen verteilten NPD-Schülerzeitung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.
Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Verteilung einer NPD-Schülerzeitung vor einem Berufsschulzentrum gestoppt und rund 150 Exemplare beschlagnahmt. Ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz sei eröffnet, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär. Er bezog sich dabei vor allem auf einen Artikel, der die Alliierten im Zweiten Weltkrieg als Kriegstreiber und Adolf Hitler als «Friedensfreund» darstelle. Zudem werde zu «nationalbefreiten» Zonen auf Schulhöfen aufgerufen. «So etwas ist geeignet, die sittliche Reife und Erziehung der Jugendlichen zu beeinflussen», sagte Schär. Die Staatsanwaltschaft sucht die Verantwortlichen für Vertrieb und Verteilung des Blattes.