netzeitung.deNPD will «nationalbefreite» Zonen in Schulen

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NPD-Fahne (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe NPD-Fahne
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Adolf Hitler ein «Friedensfreund»? Diese Behauptung findet sich in einer in Sachsen verteilten NPD-Schülerzeitung. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat die Verteilung einer NPD-Schülerzeitung vor einem Berufsschulzentrum gestoppt und rund 150 Exemplare beschlagnahmt. Ein Verfahren wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz sei eröffnet, sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schär.

Er bezog sich dabei vor allem auf einen Artikel, der die Alliierten im Zweiten Weltkrieg als Kriegstreiber und Adolf Hitler als «Friedensfreund» darstelle. Zudem werde zu «nationalbefreiten» Zonen auf Schulhöfen aufgerufen. «So etwas ist geeignet, die sittliche Reife und Erziehung der Jugendlichen zu beeinflussen», sagte Schär. Die Staatsanwaltschaft sucht die Verantwortlichen für Vertrieb und Verteilung des Blattes.

Bereits Anfang der Woche hatte der sächsische Verfassungsschutz vor der NPD-Schülerzeitung gewarnt. Die Partei versuche damit, Jugendliche zu ködern und auf versteckte Art und Weise rechtsextremistische Anschauungen und Feindbilder zu transportieren, hatte ein Behördensprecher erklärt. Das Verteilen der Zeitung ist auf dem Schulgelände verboten. Die NPD hatte angekündigt, rund 30.000 Exemplare der Zeitung mit dem Titel «Perplex-jung, frech, deutsch» verteilen zu wollen. Seit Jahren wirbt die Partei unter SChülern für ihre Ziele, bisher zumeist mit so genannten «Schulhof-CDs».(dpa/AP)